Der Soundtrack unseres Urlaubs

Dänemark

Es ist erst einige Tage her, dass ich mit dem Draußenmann den Soundtrack unseres Urlaubs rekapitulierte. Seit das Draußenkind unsere Familie bereichert, gibt es jedes Jahr einen neuen Soundtrack.

Kennt Ihr das auch? Ihr hört ein Lied und seid sofort in diesem Moment gefangen, der Euch für immer mit dem Titel verbinden wird?

Ich kann oft sogar riechen, schmecken oder fühlen, was ich damals gerochen, geschmeckt oder gefühlt habe.

Kleine Kostprobe gefällig?

Der Soundtracks unseres Urlaubs

2011:

Urlaub am Schönberger Strand. Das Draußenkind ist noch kein Jahr alt und krabbelt im Sand herum. Auch um den Bollerwagen kann es schon herumgehen, während es sich festhält.

Das feuchte Gras im Ferienhaus-Garten mag es nicht so sehr. Es ist ein nasser Juni, aufstehen heißt es um spätestens 5 Uhr morgens, vier Backenzähne warten auf den Durchbruch. Wenn wir drinnen sind, klettert das Draußenkind auf allen Vieren die Treppe ins Obergeschoss hoch. Wir müssen sehr wachsam sein.

Wir fahren viel mit dem Kinderwagen spazieren, gucken den Möwen an der Seebrücke zu und machen das Beste aus dem nicht so schönen Wetter.

Die Nächte sind länger als die Tage.

Kein Soundtrack – ich war zu müde.

2011

2012:

Urlaub am Bodensee. Die Aufstehzeit ist die gleiche.

Aber sonst ist alles einfacher geworden. Das Draußenkind füttert die Meerschweinchen auf dem Bauernhof, hat keine Lust auf die Insel Mainau und liebt es, am Naturschwimmbad die Drehtüren zu aktivieren.

Der Spielplatz am Bauernhof ist der Hit! Für uns oft eine Nervenprobe, weil das Draußenkind mehr will, als es größenbedingt kann.

Es isst jetzt nennenswerte Mengen, nicht mehr homöopathische Dosen. Am leckersten ist aber Speiseeis.

Bei der Schifffahrt auf dem Bodensee erkundet es mit dem Draußenmann die Fähre, die uns nach Meersburg bringt.

Das Radio dudelt „Burn it down“ (Linkin Park), „Tage wie diese“ (Die Toten Hosen) und „Summertime Sadness“ (Lana del Rey).

Bodensee

2013:

Das intensivste Hörerlebnis ever. Es geht an die italienische Adria auf einen Campingplatz.

Der Campingplatz ist voll, sauber und sehr teuer. Unser Mobilheim ist recht eng, aber verhältnismäßig komfortabel.

Das wirklich schöne Schwimmbad versöhnt mich ein bisschen mit dem an sich sehr ansprechenden Platz. Dafür fluche ich, wenn ich Obst und Gemüse kaufen will, weil es nahezu unbezahlbar ist.

Der Strandabschnitt ist dem Draußenkind nicht so geheuer. So viele Menschen! Also sind wir eher im Schwimmbad.

Es gibt mehrere Spielplätze auf dem Gelände, die wir täglich nutzen.

Nutzen müssen wir leider auch die ebenfalls sauteure Wäscherei, nachdem das Draußenkind und ich eine Magen-Darm-Infektion mitnehmen. Zum Glück dauert die nicht lange.

Das Draußenkind will nur noch Kindermusik hören. Zwei Tage Anreise und zwei Tage Heimreise, je eine Zwischenübernachtung, insgesamt gut 13 Stunden im Auto pro Strecke.

Wir lauschen jeweils einer Klassikversion von „Backe backe Kuchen“ und „Alle meine Entchen“. Beide Titel dauern ca. 30 Sekunden. Der Weg ist lang – viel Zeit für Kindermucke genau zwei Titel. Trauma – bei uns.

Italien

2014:

Westjütland, Dänemark. Ein wunderbarer Urlaub voller Sonne und Licht. Das Draußenkind ist auf einmal so groß geworden.

Wir besuchen einen Zoo in Blavand, bummeln durch Sondervig und Hvide Sande, liegen am riesigen Strand und gehen shoppen.

Das Wetter ist unbeschreiblich und entspricht genau meiner Vorstellung von einem schönen Sommer: 23 Grad im Schatten, Sonne pur, tiefblauer Himmel, leichte Brise.

Unser Draußenkind schaukelt, hüpft und buddelt mit Hingabe. Wir sind wirklich den ganzen Tag an der frischen Luft und ganz verliebt ins kinderfreundliche Dänemark.

Musik hören wir im Auto. Das Draußenkind steht auf dänische Radiosender und ihre Songauswahl: „A Sky full of Stars“ (Coldplay), „Dark Horse“ (Katy Perry), „Prayer in C“ (Lilly Wood / Robin Schulz), „Budapest“ (George Ezra) und „Mama said“ (Lukas Graham).

Nach dem Urlaub verlangt das Draußenkind nach der Dänemark-Musik. Immer wieder.

Dänemark

2015:

Bauernhof Liesenberg in Katharinenhof auf Fehmarn. Das Draußenkind ist den ganzen Tag auf Achse im Kinderparadies. Ich ertappe mich dabei, dass ich wieder Bücher lesen kann. Der Draußenmann muss Ziegen im Auftrag des Draußenkindes spazieren führen.

Wir stehen früh auf, frühstücken auf der Terrasse unseres gemieteten Reihenhäuschens und dann unternehmen wir was.

Die Stadt Burg, das Aquarium, der Strand, ein Hüpfburg-Eldorado, ein Leuchtturm, der Bauernhof – die Tage sind vollgepackt, aber total entspannend für uns.

Am Strand von Burgtiefe schubsen wir das Draußenkind in einem kleinen Schlauchboot zwischen uns hin und her.

Und der Soundtrack? Das Draußenkind liebt „Are you with me“ von Lost Frequencies. Außerdem alle Kinder-CDs von „Die 30 besten…“

Fehmarn

Ich bin gespannt, welchen Soundtrack unseres Urlaubs wir dieses Jahr von der Insel Usedom mitbringen werden.

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