Wochenende: Schwimmbad, Abschied und eine Radtour

Wochenende

Schwupps, schon ist es wieder vorbei, das Wochenende.

Schön war es, aufregend für’s Draußenkind, ein bisschen zwiespältig für mich, aber insgesamt war es ein gutes Wochenende.

Freitag

Am Freitag muss ich nicht arbeiten, weshalb ich immer sehr bemüht bin, mit dem Draußenkind viel Zeit zu verbringen. Da es sehr heiß werden sollte, hatte ich Tags zuvor dem Draußenkind einen Schwimmbadbesuch mit einem seiner Kindergartenfreunde versprochen.

Der Draußenmann musste erst am Abend arbeiten gehen, also konnten wir gemeinsam frühstücken. Ich brachte das Draußenkind mit einem Beutel Badesachen in die KiTa und eilte wieder nach Hause. Zusammen mit dem Draußenmann hatten wir einen wichtigen Termin – zum Glück gleich morgens, als es wettertechnisch noch angenehm war.

Wieder zu Hause, packte ich die Schwimmbadtasche und räumte noch ein bisschen auf. Die Wohnung haben wir gleich mit den Rollläden verbarrikadiert, um später nicht vor Hitze zu zerfließen.

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Danach machte ich mich auf zur KiTa, wo ich auf dem Außengelände ein verschwitztes Draußenkind in Empfang nahm, das das Privileg gehabt hatte, sich im Planschbecken abzukühlen.

Ab ins Freibad!

Nun ging es wieder nach Hause. Für das Draußenkind sollte neben dem Schwimmbadbesuch noch etwas Tolles anstehen: Es würde am Sonntag zusammen mit Omi und Opa das erste Mal in die Türkei fliegen! An sich kann ich gut loslassen, aber ich muss zugeben, dass mir das Reiseziel wegen der aktuellen politischen Lage doch ein wenig Kopfzerbrechen bereitet.

Das Draußenkind war aber frohen Mutes und konnte den Flug kaum erwarten. Doch zuerst stand noch ein Tag mit Papa und Mama an!

Zum Mittagessen gab es kurz und schmerzlos Nudelsuppe aus der Dose (Ich Rabenmutter. ;-)).

Leider hatte die Mutter des Kindergartenfreundes abgesagt: Der Junge war krank und konnte somit nicht mitfahren.

Enttäuschung beim Draußenkind, aber nachdem wir dem kleinen Patienten noch schnell ein Eis am Stiel als Beitrag zur Genesung gebracht hatten, war alles wieder gut.

Am frühen Nachmittag waren wir endlich im Freibad. Der Draußenmann und ich setzten uns an den Rand vom Kinderbecken, das glücklicherweise noch nicht überfüllt war, und schauten dem Draußenkind beim Planschen zu.

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Wir lieben dieses Freibad; es ist ruhig gelegen, schön begrünt und sehr kinderfreundlich. Das Draußenkind pflügte sich durch das Wasser, nutzte seine diversen Schwimmhilfen und hatte sichtlich Spaß. Das Eis vom Kiosk tat dann noch sein Übriges.

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Als dunkle Wolken am Himmel aufzogen und es zusehends windiger wurde, packten wir die Sachen zusammen und fischten das Draußenkind aus dem Becken heraus.

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Etwas angefressen musste ich auf dem Rückweg feststellen, dass über unserem Heimatort – nur wenige Kilometer entfernt – nach wie vor die Sonne lachte. Unfair!

Den Rest des Tages verbrachten wir mit der schlussendlichen Kofferpackerei, Wäsche waschen, Eis essen, Spielen und Fußball gucken. Eher unspektakulär, aber schön.

Samstag

Halb 6 Uhr morgens weckte mich das Draußenkind nach einer sehr warmen Nacht. Heute sollten Omi und Opa kommen, um es für den gemeinsamen Urlaub abzuholen. Allerdings erst gegen 13 Uhr.

Also aufstehen, Bude lüften, Tisch decken, Kaffee kochen, Wäsche falten, saugen, Einkaufszettel schreiben, Blumen gießen.

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Als wir frühstückten, kam der Draußenmann von der Arbeit nach Hause. Das Draußenkind und ich fuhren noch schnell in den Supermarkt, um den Kühlschrank aufzufüllen. Danach spielten wir mehrere Partien Memory, bei denen ich kläglich versagte. Fast Sechsjährige sind wahre Meister im Memory-Spielen!

Das Draußenkind verzog sich anschließend für eine gute Stunde in sein Zimmer, um dort Rollenspiele mit seinen Kuscheltieren und Playmobil zu zelebrieren. Die Tür musste geschlossen bleiben: „Aber nicht stören, Mama!“

Ich finde das zum einen sehr erleichternd, dass ich nicht mehr – wie noch vor zwei Jahren – ständig neben ihm sitzen muss, andererseits macht es mir klar, wie groß der junge Mann geworden ist.

Juchu, sie sind da!

Nach dem Mittagessen klingelte es an der Tür, was das Draußenkind juchzen ließ: Omi, Opa und sein weit entfernt wohnender Cousin waren endlich da!

Ein gemütliches Kaffeetrinken später hieß es für den Draußenmann und mich auch Abschied nehmen. Nochmal schmusen mit dem Draußenkind, die Koffer heruntertragen und ganz unsentimental winken – puh. Schon komisch, dass unser kleiner Großer jetzt eine Woche weit weg sein wird.

Auf der Couch holte ich noch ein Stündchen Schlaf nach, während der Draußenmann sich dem Fußball hingab.

Zum Abendbrot gönnten wir uns Döner. So ein bisschen Türkei musste es für uns dann doch auch sein.

Da der Draußenmann am Abend nochmal an die Arbeit musste, zappte ich mich lustlos durch diverse TV-Programme, entschied mich aber schließlich, noch ein wenig zu lesen.

Sonntag

Aufwachen ohne Draußenkind, wieder um kurz vor 6. Schuld war eine Taube, deren Gegurre mich von weiteren Stunden Schlaf abgehalten hatte. Und dann nutzte sie noch mein Auto als Klo! 🙁 Ich werde nie verstehen, wie Tauben ein Sinnbild für Reinheit und Unschuld abgeben können…

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Nach einem einsamen Frühstück empfing ich per WhatsApp Botschaften von Omi und Opa. Das Draußenkind hatte unverschämterweise bis kurz vor 8 bei ihnen geschlafen, sich ein leckeres Frühstück inhaliert und saß bestens gelaunt und voller freudiger Erwartungen in der großelterlichen Küche.

Während der Draußenmann nach der Nachtschicht schlief, setzte ich mich an den Rechner und schlürfte Kaffee.

Der Flieger in die Türkei sollte am Nachmittag abheben – gedanklich war ich immer beim Draußenkind.

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Gegen 10 Uhr fuhr ich mit dem Auto ein paar Orte weiter, um ein T-Shirt-Paket für das Draußenkind abzuholen, das ich via Kleinanzeigen erstanden hatte. Vor Ort entdeckte ich eine Wildblumenwiese, die gleich für ein paar Handyfotos herhalten musste.

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Eine kleine Radtour

Spontan beschloss ich nach der Rückkehr nach Hause, mit dem Draußenmann eine kleine Radtour zu unternehmen. Gesagt, getan! Wir radelten neben Feldern, Schafen, Büschen und Bäumen durch die Natur. Ein paar Fotostopps und ein Besuch der Eisdiele mussten noch drin sein.

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Pünktlich zum Spiel Frankreich gegen Irland waren wir wieder zurück und erfuhren per Handy, dass der Flieger des Draußenkindes pünktlich abgehoben hatte. Schön! 🙂

Der Sieg der deutschen Mannschaft über die Slowakei war dann ein würdiger Abschluss dieses Abends, der gegen 19 Uhr von der Meldung der Großeltern gekrönt wurde, dass alle gut in der Türkei angekommen wären.

Ich las noch in einem Buch herum und entschloss mich zu einer frühen Nachtruhe.

Auf in die neue Woche!

 

 

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