Usedom: Und jetzt Zinnowitz!

Zinnowitz

Wer mir auf Instagram folgt, wird wissen, dass wir in den letzten 14 Tagen Urlaub auf der schönen Ostseeinsel Usedom gemacht haben.

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich für die vielen lieben Kommentare und Reaktionen zu unseren Urlaubsfotos bedanken.

Seit gestern sind wir wieder zurück. Wäsche waschen steht für die nächsten Tage ganz oben auf dem Programm.

Nichtsdestotrotz möchte ich so schnell wie möglich meine Gedanken, Empfehlungen und Fotos rund um den Urlaub hier im Blog verewigen. Darum wird es in den kommenden Wochen eine Usedom-Reihe für Euch geben.

Noch sind die Eindrücke frisch und wir sind noch ganz im „Insel-Modus“.

Warum Zinnowitz?

Wir hatten bereits vor 1,5 Jahren, also sehr frühzeitig, unser Domizil gebucht.

Hierzu wird es noch einen gesonderten Blog-Beitrag geben. Vor jedem Urlaub gehen der Draußenmann, das Draußenkind und ich eine Kriterienliste durch, nach der wir schließlich das Ziel und die Unterkunft auswählen.

Unsere diesjährigen Must Haves waren die folgenden:

  • Am Meer gelegen.
  • Keine zu lange Fahrtzeit.
  • Mit dem Auto erreichbar.
  • Schöner, flacher Sandstrand.
  • Keine spürbaren Gezeiten.
  • Ruhiges und preiswertes Wohnen im Grünen, am besten in einem Ferienhaus mit Garten.
  • Ort mit guten Einkaufsmöglichkeiten und Gelegenheiten zum abendlichen Flanieren.
  • Viele Angebote für Kinder.

Ein bisschen liest es sich wie die eierlegende Wollmilchsau, aber wir wurden dann doch recht schnell fündig.

Mein Schwager fuhr mit seinen Kindern seit Jahren auf die Insel Usedom, was schon einer guten Referenz entsprach.

Also begaben wir uns im Internet auf die Suche nach einem Ferienhäuschen, das unseren Anforderungen entsprach. Sehr bald stieß ich auf den Bungalow der Familie Götze, in Zinnowitz gelegen und in fußläufiger Nähe zum Strand.

Zinnowitz

Zinnowitz

Perfekt! Wir buchten den gut ausgestatteten Bungalow und freuten uns von da an noch mehr auf unsere Zeit auf der Insel.

Die Anreise

Hessens zentraler Lage in Deutschland sei Dank, haben wir es nicht gar so weit nach Usedom.

Wir entschieden uns, auf der Hinreise die Route Hamburg-Lübeck-Rostock-Usedom zu wählen. Keine gute Idee, wie wir am ersten Ferientag Hessens herausfanden. Auf der A20 zwischen Hamburg und Lübeck herrschte ein enormes Verkehrsaufkommen.

Fast zwei Stunden verharrten wir wegen einer Tagesbaustelle (Wer bitte kommt auf die Idee, am ersten Ferientag einiger Bundesländer eine Tagesbaustelle einzurichten??) im Großraum Hamburg.

Zwei Stunden, das klingt nicht so viel, war aber mit ungeheurer Frustration verbunden, weil so gut wie nichts voran ging und wir zunächst auch nicht die Ursache des Staus ersehen konnten.

Der Draußenmann befragte das Navi nach einer Alternative, die uns durch einige Stadtteile Hamburgs und schließlich auf eine Landstraße führte. So konnten wir wahrscheinlich weitere Stunden im Stau vermeiden.

Als wir endlich am Nachmittag in Zinnowitz ankamen, waren wir ziemlich genervt und erschöpft.

Und jetzt Zinnowitz!

Ich bin, genau wie der Draußenmann, in den neuen Bundesländern geboren. Somit verbrachte ich die Sommerferien meiner Kindheit häufig in Mecklenburg-Vorpommern.

Mit meinen Eltern und Großeltern war ich schon auf Usedom gewesen – einmal in Lütow am Achterwasser, einmal in Ahlbeck und auch in Zinnowitz. Ich hatte somit eine ungefähre Vorstellung von den Badeorten, wobei sich natürlich sehr viel seitdem verändert hat.

Zinnowitz

Zinnowitz war für uns Liebe auf den ersten (bzw. zweiten) Blick.

Zinnowitz

Nachdem wir die Koffer ausgepackt und uns frisch gemacht hatten, gingen wir los in Richtung Strand.

Zinnowitz

Das ist einfach ein Ritual bei uns, das sein muss – am ersten Urlaubstag geht es, unabhängig von der Wetterlage, an den Strand!

Zinnowitz

Unser Ferienhaus lag ca. 15 Gehminuten vom Meer entfernt – eine Distanz, die auch für das Draußenkind völlig unproblematisch war.

Auf dem Weg Richtung Seebrücke kamen wir an zahlreichen kleinen Boutiquen mit Strandbedarf, Kleidung, Souvenirs und Kitsch vorbei. Herrlich, ich liebe sowas!

Zinnowitz

Das Draußenkind zeigte sich sehr angetan von dem, was wir sahen. Mehrere Eisdielen und Lokale säumen zudem die Strandstraße, die schlussendlich zur Promenade führt.

Zinnowitz

Ich erfreute mich neben den Gelegenheiten zum Konsum an dem nostalgischen Kopfsteinpflaster und den alleeähnlichen Baumreihen rechts und links von der Straße. Herrlich!

Erholen, Flanieren, Genießen: Der erste Abend

Wir schauten uns also einige Lädchen an, schleckten das erste Zinnowitzer Eis (Tipp: Unsere Lieblingseisdiele war die in der Bäckerei am Kurpark.) und sogen all die schönen Eindrücke förmlich auf.

Zinnowitz

Das Kreischen der Möwen untermalte diesen ersten Spaziergang; ein Geräusch, das für mich eines der schönsten überhaupt ist.

Zinnowitz

Je näher wir dem Strand kamen, desto deutlicher wurde der Kur-Charakter des Seebades.

Die Bäderarchitektur – eine wahre Augenweide, wie die hellen Häuser mit Türmchen und Giebeln in der Abendsonne leuchten – ist einfach entzückend. Ich kann mich gar nicht daran satt sehen.

Zinnowitz

Und dann waren wir da: An der Seebrücke!

Diese hoben wir uns aber für den nächsten Tag auf, denn das Draußenkind wollte unbedingt in der Ostsee baden.

Wir kamen seinem Wunsch selbstverständlich nach. Was gibt es Schöneres für ein Kind, als sich in die seichten Ostseefluten zu stürzen, Burgen zu bauen und sich dabei vollkommen frei zu fühlen?

Zinnowitz

Der Mann und ich saßen am Strand, schauten unserem glückseligen Kind zu und spürten allmählich ganz leichte Anflüge von Erholung. So sollte es sein, so hatten wir uns das vorgestellt.

Es ist dieser Zauber vom ersten Urlaubstag vor Ort, den ich auch hier wieder spüren konnte.

Viele neue und schöne Eindrücke prasselten auf uns ein; alles will man ausprobieren und gleichzeitig ist man einfach nur glücklich. Die kommenden zwei Wochen schienen endlos vor uns zu liegen.

Zinnowitz

Stunden später krabbelte das Draußenkind in den zum Ferienhaus gehörigen Camper (unser Schlafzimmer ;-)) und hatte selbst nach dem Einschlafen ein leichtes Lächeln im Gesicht.

Zinnowitz

Wir waren in Zinnowitz. Endlich.

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