Unterwegs im Tierpark Wolgast

Tierpark Wolgast

Im Rahmen unseres Sommerurlaubs auf der Insel Usedom waren wir unterwegs im Tierpark Wolgast.

Wolgast selbst dürfte vielen Usedomurlaubern wegen des „Blauen Wunders“, der Peenebrücke, bekannt sein, welche die Insel mit dem Festland verbindet.

Bis zu unserem Urlaub wusste ich nichts über den wunderschönen Tierpark der Stadt. Ein Prospekt, der in der Kurverwaltung Zinnowitz auslag, warb für dieses Ausflugsziel und erweckte unsere Neugier.

Tierpark Wolgast

Als das Wetter Mitte unserer zweiten Urlaubswoche unbeständiger wurde, überlegten wir nicht lange und entschieden uns für einen Tierparkbesuch.

Tierpark Wolgast

Idyllische Lage im Wald

Der Tierpark befindet sich in Ortsrandlage mitten im Grünen. Am Rande eines Waldes können die Besucher kostenfrei ihr Auto parken. Dann führen nur noch wenige Schritte zum Eingang des Tierparks.

Wir waren sehr gespannt auf die Tiere und natürlich auch die Spielplätze. Das Draußenkind hoffte zudem auf einen Streichelzoo und den dazu passenden Futterautomaten.

Tierpark Wolgast

Nachdem wir unseren Eintritt bezahlt hatten (Erwachsene: 6,50 Euro, Kinder von 3-14 Jahren: 3,00 Euro, Kinder unter 3 Jahren zahlen nichts), traten wir den Rundgang an.

Die Lage des Tierparks ist wunderbar und außerordentlich schön – mitten in einem Wäldchen mit zahlreichen schattigen Plätzchen wirkte das sich bietende Panorama fast schon märchenhaft.

Tierpark Wolgast

Kurz überlegten wir, ob wir gegen 3,00 Euro Leihgebühr einen Bollerwagen mieten sollten, entschieden uns aber aufgrund unseres eher leichten Gepäcks dann doch dagegen.

Das Draußenkind rannte fröhlich vorweg, bewunderte zuerst die Alpakas, welche gemächlich auf einer Art Lichtung grasten, und erklomm ein Klettergerüst.

Tierpark Wolgast

Durch die Baumkronen schien die Sonne, Vögel zwitscherten um die Wette: Hier hatte man wirklich Natur pur vor der Nase.

Wir setzten unseren Rundgang fort und orientierten uns dabei an den Wegweisern.

Tierpark Wolgast

Einheimische Tierarten und Exoten

Zwei niedliche kleine Kängurus hüpften durch ein begehbares Gehege, das wir uns genauer anschauen wollten. Die putzigen Tiere mit den riesigen Füßen verharrten ob unserer Anwesenheit und ließen uns nicht aus den Augen. Kamen wir ihnen für ihren Geschmack zu nahe, ergriffen sie die Flucht.

Tierpark Wolgast

Ein besonderes Highlight für uns war die Mäuseküche. Nein, um Missverständnisse auszuschließen: Hier wurden keine Mäuse gekocht. 😉

Tierpark Wolgast

Vielmehr handelte es sich bei der Mäuseküche um einen umgebauten Holzpavillon, wie er bei vielen Gartenbesitzern auf dem Grundstück zu finden ist.

Das Besondere daran war jedoch, dass im Inneren des Pavillons sehr viele Farbmäuse hausten und dabei ein ganz besonders gemütliches Plätzchen ihr Eigen nennen durften.

Der Innenraum ist nämlich wie eine Küche aus Omas Zeiten gestaltet. Ein gusseiserner, antik wirkender Herd, ein Tisch mit Stühlen, Schränkchen aus Großmutters Interieur – so haben vor 60 Jahren wohl wirklich die Mäuse gelebt.

Das Personal des Tierparks hatte die Tierchen reich mit Futter bedacht und dabei sehr viel Wert auf Ausgewogenheit gelegt: Paprika, ein ganzes Baguettebrot, Äpfel, Weintrauben…ein fantastisches Mäusebuffet bot sich den Nagern dar, die sich gierig an der Mahlzeit labten.

Wir bekamen gar nicht genug von diesem Anblick, der mich an ein Wimmelbuch erinnerte. Überall gab es etwas zu entdecken!

Das Draußenkind amüsierte sich köstlich über die Farbmäuse, die entweder an ihrem Essen knabberten, miteinander spielten oder kämpften.

Wir starrten eine halbe Ewigkeit durch die Fensterscheiben des Pavillons, bis das Draußenkind sich den anderen Tieren zuwenden wollte.

Ganz nah dran

Tierpark Wolgast

Erdmännchen, Wölfe, Otter, Wildschweine, Lemuren, Frettchen, Nutrias – wir statteten fast allen Tieren einen Besuch ab und hatten den Eindruck, dass es ihnen im Tierpark Wolgast gut geht.

Tierpark Wolgast

Einige Tiere schliefen, weshalb wir sie nicht zu sehen bekamen. Die Stachelschweine lagen zusammengerollt in einer Ecke und verschmolzen fast mit ihrem Umfeld; nahezu unfotografierbar.

Dafür konnten wir mehr als nur einen Blick auf das Damwild und die Ponys werfen.

Tierpark Wolgast

Tierpark Wolgast

Tierpark Wolgast

Herzhaft lachen musste der Mann über die Enten, die eine Schar von Küken im Nest großzogen und mit einem scharfen Fauchen „allergisch“ auf neugierige Besucher reagierten.

Unser Kind erfreute sich zudem an einer großen Schar von Meerschweinchen, die ebenfalls Jungtiere im Schlepptau hatten.

Tierpark Wolgast

Im Nachbargehege tummelten sich etliche Kaninchen. Eines davon hatte ein Steh- und ein Schlappohr. Ich kannte dieses Phänomen bisher nur von noch nicht ausgewachsenen Widderkaninchen, deren Ohren erst im Laufe der ersten Lebensmonate zu hängen beginnen. Dieses Kaninchen aber schien bereits ausgewachsen zu sein.

Tierpark Wolgast

Als wir bei den Lemuren vorbei kamen, erblickte das Draußenkind eine Schaukel innerhalb des begehbaren Geheges. Im Scherz sagte ich zu ihm, dass er sich diese Schaukel wohl mit den Affen teilen müsste, was ihn nicht unbedingt erheiterte.

Obwohl das Draußenkind großes Interesse an Tieren hat und diese – sofern sie nicht gefährlich wirken –  gern streichelt, wollte es sich keinesfalls von einem Affen von der Schaukel schubsen lassen und verzichtete dankend auf die Nutzung des Spielgerätes.

Tierpark Wolgast

Eine Kleinigkeit hatte ich zu bemängeln. Unser Sohn wollte unbedingt die Ziegen im Streichelgehege füttern. Um an das erlaubte Futter zu gelangen, steckten wir 50 Cent für eine kleine Portion Futter in den ausgewiesenen Automaten. Heraus kam eine Mikromenge an Futter, genauer gesagt, nur ein paar Körner.

Tierpark Wolgast

Das war doch recht enttäuschend für das Draußenkind. Ich weiß allerdings nicht, wie die Futtermenge bei einer größeren Portion für 1,00 Euro bemessen gewesen wäre.

Tierpark Wolgast

Wissen, Spielen und Bewegen

Sehr positiv war, dass es neben den Tiergehegen noch Wissens- oder Spielstationen für die Kinder gab, die sich thematisch rund um den Tierpark bewegten.

Tierpark Wolgast

Tierpark Wolgast

Eine Station zum Beispiel sollte verdeutlichen, wie fein der Geruchssinn mancher Tiere ausgeprägt ist. Dazu wurden mehrere Düfte für die Tierparkbesucher konserviert und sollten erraten werden.

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Spannend war für unser Draußenkind auch das Insektenhotel. Er wollte ganz genau wissen, wer in welcher Etage „wohnte“.

Ein weiteres Highlight: Die vielen kleinen „Inseln“ mit Spielgeräten waren eine angenehme Abwechslung für unseren Sohn.

Tierpark Wolgast

Tierpark Wolgast

Der Spielplatz am Ausgang des Parks krönte den Ausflug schließlich: Holz-Tipis, Wasserflächen, Schaukeln, Schaukeltiere, Fahrzeuge und Klettergerüste – ein wahres Paradies für KiTa- und Grundschulkinder wurde hier geschaffen.

Tierpark Wolgast

Tierpark Wolgast

Es dauerte nicht lange, bis das Draußenkind ordentlich durchnässt, dabei aber sehr glücklich war.

Tierpark Wolgast

Wir erstanden am Kassenhäuschen noch einen kleinen Plüschotter, der zur Erinnerung an diesen schönen Ausflug mitkommen durfte.

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Eine Currywurst mit Pommes später verließen wir den schönen Tierpark, dessen Besuch ich Euch unbedingt weiterempfehlen kann.

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