Wochenende: Spielfreunde, Spielplatz und Ausflüge

Wochenende

Wochenende!

Unsere dritte und letzte Urlaubswoche ist damit leider auch zu Ende. Nachdem wir die ersten beiden Wochen an der Ostsee geurlaubt hatten, verbrachten wir die dritte Woche zu Hause.

Also, zumindest rein theoretisch, denn wir waren sehr viel unterwegs.

Der Mann arbeitet im Schichtdienst und hat nur einmal im Monat ein Wochenende frei; da muss die Familienzeit immer ausgekostet werden. Somit war für uns klar, dass wir die Urlaubstage so verbringen, dass wir möglichst viel zusammen erleben und auch mal was anderes sehen als sonst.

Natürlich gibt es auch bei uns den ganz normalen Alltag, der aus Pflichten, Hausarbeit und hin und wieder leider auch Sorgen besteht.

Davon schreibe ich aber hier nicht viel, weil ich aktuell den Fokus des Blogs eher auf die Unternehmungen richte.

Nichtsdestotrotz gibt es auch bei uns Sonnenschein und Regen im übertragenen Sinne; so wie bei jeder anderen Familie.

An diesem Wochenende habe ich eher wenig Fotos gemacht. Einmal wollte ich nicht einfach so die Freunde meines Sohnes ablichten und in meinem Blog online stellen. Außerdem hatte ich oft ein Handy mit nur wenig Akkupower dabei.

Freitag

Spielfreunde zu Besuch

Kurz vor 7 Uhr waren wir bereits wach. Der Tag zuvor steckte uns im positiven Sinn noch ein bisschen in den Knochen – wir waren im Playmobil Funpark gewesen -, aber zwei Nachbarskinder hatten sich für einen frühen Besuch angekündigt.

Ihre Mama hatte einen sehr wichtigen Termin, und da die Kinder gute Freunde des Draußenkindes sind, haben wir sie für diese Stunden aufgenommen und mit ihnen den Vormittag verbracht.

Die Kinder haben super schön zusammen gespielt. Trotz der als ungünstig verschrieenen Dreierkonstellation haben sie immer viel Spaß zusammen. Kleine Konfliktchen, die nur selten vorkommen, lösen sie selbst. Ich bin oft überrascht, wie harmonisch die Spielsituationen trotz beachtlichem Geräuschpegel ablaufen.

Erst gab es ein Frühstück für alle. Danach bastelten die Kinder mit Bügelperlen, tobten sich an dem IKEA-Sessel-Ei aus und bauten im Kinderzimmer Playmobil-Landschaften.

Wochenende

Als es draußen aufklarte, brachen wir zu einem kleinen Ausflug in den Stadtgarten nach Gelnhausen auf.

Hier machten sie den Spielplatz unsicher, erkundeten die finstersten Gebüsche und erklommen zusammen mit uns Erwachsenen den Halbmond, eine Aussichtsplattform, von der aus man einen herrlichen Blick über Gelnhausen hat.

Im Stadtgarten fiel mir auf, dass schon ein bisschen Herbst in der Luft liegt.

Wochenende

Etliche Lindenblüten, Blätter und auch Kastanien (natürlich noch unreife) fanden wir auf dem Boden.

Die Sonne steht tiefer; am Morgen ist es kühler.

Wochenende

Ich mag den Spätsommer und auch den Herbst sehr gern, deshalb macht mir das nichts aus.

Aber es führte mir wieder vor Augen, wie kurz so ein Jahr mit Kindern eigentlich ist. Als junges kinderloses Paar haben wir mehr oder weniger in das Jahr hineingelebt.

Mit Kind kommt es mir einerseits strukturierter und zugleich schnelllebiger vor.

Zwischen allen Spielideen und Tobereien wurden im Park trockene Brötchen und Apfelschnitze gesnackt.

Wenn unser Draußenkind im Spielmodus ist, wird Essen zur allergrößten Nebensächlichkeit überhaupt, obwohl er sonst gewaltige Portionen verspeisen kann.

Nach gut zwei Stunden teilte mir die Mama unserer Besucherkinder per Handy mit, dass ihr Termin beendet wäre. Da sie noch etwas mit ihren Kindern vorhatte, brachen wir bald auf zurück in unseren Heimatort.

Ein schöner Vormittag! Für das Draußenkind hätte er ewig weitergehen können. Er war schon wieder dabei, sich mit den Nachbarskindern erneut zu verabreden.

Kleine Pause

Zu Hause ruhten wir uns ein bisschen auf der Couch aus. Das Draußenkind schaute ein paar Folgen „Tom und Jerry“ (ein ewiger Zeichentrickklassiker, den ich als Kind liebte, heute aber echt anstrengend finde ;-)), der Mann und ich surften im Internet, tranken einen Kaffee und legten die Füße hoch.

Das Draußenkind schnappte sich irgendwann seine Kuscheltiere und spielte ewig lange KiTa mit ihnen.

Wochenende

Unser Wohnzimmer war der Ort des Geschehens. Netterweise hat das Draußenkind anschließend wieder alles brav aufgeräumt.

Danach ging es für ihn in die Badewanne. Mit in die Wanne musste seine Taucherbrille, damit macht das Planschen noch mehr Spaß. Außerdem probierte er das im Playmobil Funpark gekaufte Spielzeug gleich aus.

Wochenende

Nach dem Baden war erneut Faulenzen auf der Couch angesagt. Diesmal legten wir „Der Polarexpress“ ein – der wohl schönste Weihnachtsfilm für uns. Wen interessiert da schon, dass es erst (schon?) August ist?

Wochenende

In Anbetracht der Tatsache, dass ich am Abend mit einer Freundin zum hiesigen Italiener verabredet war, wollte ich es dem Draußenmann ersparen zu kochen und regte darum an, doch beim Lieferservice etwas für ihn und das Kind zu bestellen.

Gesagt, getan.

Als ich um 19 Uhr das Haus Richtung italienisches Restaurant verließ, spachtelten Mann und Kind Nudeln und Dönerteller vom Lieferservice.

Ich hatte einen sehr schönen Abend mit vielen guten Gesprächen und wurde sogar von meiner lieben Freundin eingeladen.

Gegen 23 Uhr war ich wieder zu Hause, wo ich noch ein bisschen mit dem Mann plauderte und eine halbe Stunde später zu Bett ging.

 

Samstag

Kurz nach 7 Uhr weckte mich das Draußenkind. Wir kuschelten noch ein bisschen im Elternbett, bevor wir aufstanden und unserer Morgenroutine nachgingen.

Nach einem gemütlichen Frühstück, das ich noch im Nachthemd zu mir nahm, fuhr der Mann in den Baumarkt. Das Draußenkind und ich blieben daheim, kümmerten uns um die Wäsche, räumten ein bisschen auf und waren ansonsten ziemlich faul.

Das Draußenkind schnappte sich irgendwann seinen Super Sand, um damit Schlösser und Schildkröten zu bauen.

Nachdem der Mann wieder zurück vom Baumarkt war, schnibbelten wir Gemüse und Fleisch für das Mittagessen, eine Nudelpfanne.

Der Tag verlief sehr gemächlich und ruhig. Wir hatten in den letzten Wochen so viel unternommen, dass uns dieser Samstag einfach nur zum Ausruhen und Faulenzen genügte.

Ich hielt ein Nickerchen auf der Couch, während das Draußenkind ein bisschen TV schaute und später mit seiner Brio Eisenbahn spielte. Der Mann ölte unsere Wohnungstüren – schön, dass sie sich nun wieder ohne Quietschgeräusche schließen und öffnen lassen.

Am Nachmittag kam die Sonne raus, was uns zu einem Spielplatzbesuch verleitete.

Auf zum Spielplatz!

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Das Kind fuhr mit seinem Trettraktor hin; wir gingen zu Fuß. Auf dem Spielplatz wurden schließlich mit Hingabe Rollenspiele gespielt, außerdem fleißig gerutscht, geschaukelt und Stöckchen gesammelt.

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Nach dem Spielplatzausflug fuhren wir noch Eiscreme, Obst, Gemüse, Waschmittel und Brot einkaufen. Ich hatte mir eine feudale Eissorte mit Walnüssen und Honig ausgesucht – bin sehr gespannt, wie es schmecken wird!

Danach gab es Abendbrot. Somit war der Samstag quasi auch schon wieder vorbei.

Das Kind ging – entgegen der Ferienausnahmen der letzten Wochen – zur gewohnten Uhrzeit ins Bett. Für den Mann und mich stand noch eine aufgenommene Folge „The Returned“ („Les Revenants“) auf dem Fernsehprogramm.

Ich liebe diese Serie und hatte schon die erste Staffel mit großer Spannung verfolgt. Bei der nunmehr zweiten Staffel brauchte ich zunächst ein bisschen Zeit zum Eintauchen in die neuen Handlungsfelder. Nun flutscht es aber und ich bin wieder mittendrin.

Danach schauten wir noch eine Folge „Outcast“; eine weitere Serie, die ich sehr gerne mag.

Gegen 23 Uhr war dann Bettzeit für uns Große.

Sonntag

Den Sonntagvormittag ließen wir sehr ruhig angehen. Erst gab es ein gemütliches Frühstück für uns. Bis Mittags dümpelten wir zu Hause so vor uns hin, erledigten ein paar Kleinigkeiten im Haushalt und für die kommende Arbeitswoche.

Das Draußenkind spielte im Wohnzimmer und in seinem eigenen Reich, war aber schon von morgens an irgendwie unruhig und nicht gut drauf.

Ich schob dieses Verhalten auf die Tatsache, dass er sehr viel Action in den letzten Wochen gehabt hatte und morgen das neue KiTa-Jahr beginnen würde, in dem er zu den ganz Großen zählt. Also eine Mischung aus Vorfreude und Aufregung.

Eigentlich wollten wir ins Freibad, entschieden uns aber bei 24 Grad Wohlfühlwetter für einen Ausflug zum Hoherodskopf.

Dazu werde ich noch einen gesonderten Blogbeitrag schreiben.

Hoherodskopf und Niddatalsperre

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Auf dem Hoherodskopf war es herrlich! Viele Menschen waren unterwegs, darunter zahlreiche Motorradfahrer, die ihre Maschinen bei diesem Kaiserwetter ausfuhren.

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Das Draußenkind fuhr eine Runde Sommerrodelbahn mit dem Mann, während ich mich in die Kurve hockte und viele schöne Fotos machte.

Ein Eis gab es auch noch, außerdem noch eine Runde Spielplatz.

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Trotz der Annehmlichkeiten war und blieb das Draußenkind ziemlich unzufrieden und unruhig.

Wir wollten irgendwann wieder zurück nach Hause fahren, bogen aber noch kurz bei der Niddatalsperre in Schotten ab und liefen zum Stausee.

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So schön war es da! Einige Gäste badeten, manche surften oder segelten.

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Auch hier fotografierte ich ein bisschen herum, bis das Draußenkind ganz klar und mehrfach sagte, dass er nur noch nach Hause wollte und sich langweilen würde.

Wochenende

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Da ist was im Busche

Langweilen? Das ließ die Alarmglocken bei mir schrillen. Da stimmte was nicht, denn eigentlich ist das Kind Feuer und Flamme für Unternehmungen jeglicher Art.

Als er im Auto auch noch völlig untypischerweise einschlief, packte ich daheim gleich das Fieberthermometer aus, und siehe da: 38.5 Grad Celsius mit steigender Tendenz.

Inzwischen habe ich ein Glühwürmchen neben mir liegen.

Da hat ihn wohl ein Virus erwischt. 🙁

Morgen wird es also keine KiTa für ihn geben. Ich hoffe, er wird bald wieder fit. Schmerzen hat er zum Glück keine, nur eben Fieber und Mattigkeit.

Ich werde also gleich mein Kind ins Bett bringen und ihn morgen gesund pflegen.

Meinen Lesern wünsche ich eine schöne neue Woche!

Weitere Wochenendrückblicke gibt es bei Susanne Mierau auf ihrem Blog „Geborgen wachsen“.

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2 Kommentare auf "Wochenende: Spielfreunde, Spielplatz und Ausflüge"

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Sandra
Gast

Oh nein, da hat es das Draußenkind erwischt 🙁 Das tut mir leid, so (un)passend zum Kindergartenstart. Aber wann ist Krankheit schon passend?
Da ist es ja gut, dass ihr das Wochenende verhältnismäßig ruhig habt angehen lassen.
Gute Besserung ans Draußenkind!

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